Archive for the 'Offline' Category

I’ve still got Essenschecks in my Pocket

Can you believe it?

Osterfeuer

[YouTube-Link]

Kontrastprogramm

Gestern war ich mit einem Kollegen im Sommermärchen. Der Film war auch für einen so Fußballuninteressierten1 wie mich sehr interessant.

Ein leichter Anflug der Euphorie, die das Land diesen Sommer gepackt hatte, kam bei diesem Zusammenschnitt von Aufnahmen von hinter den Kullisen und Interviews, die größtenteils zwischen den Spielen stattfanden, durchaus nochmal auf.

Im Kontrast dazu folgte ich heute einer Einladung zur Eröffnung einer Fotoausstellung, die unter dem Thema Trotz Aids steht2. Bilder von Kindern, die ihre Eltern durch Aids verloren haben, begleitet von Texten die beschreiben, wie sich das auf ihr Leben auswirkt.

Zur Eröffnung haben Veranstallter und Unterstützer der Ausstellung kleine Reden gehalten. Den Fotografen begleitete ein Kamerateam, das einen kurzen Film zu der Ausstellung beigesteuert hat, der ein paar der Geschichten mit bewegten (und bewegenden) Bildern untermalt. Im Anschluß an die Reden wurde der Film an die Wand geworfen. Für Besucher, die an der Eröffnung nicht teil nahmen, läuft der Film auf einem Fenseher am Rande der Ausstellung in einer Dauerschleife.

Mal gucken, was ich morgen schönes mache …

1 Wie ich schon mal erwähnte [1][2]
2 noch bis 1. Dezember 2006

Leben bis Männer

Ein Theaterstück nach einem Buch von Thomas Brussig (“Sonnenallee”). Ein Ein-Mann-Stück, gespielt auf einer sehr kleinen Bühne. Und wie es sich gehört, spielt bei einer kleinen Bühne die erste Reihe auch gleich mit in dem Stück (daher setzte ich mich in die zweite Reihe). Gesehen habe ich das Stück heute Abend im kleinen Saal der Komödie im Winterhuder Fährhaus.

Ein in die Jahre gekommener Fußballtrainer eines kleinen Fussballklubs in den neuen Bundesländern. Er philosophiert 90 Minuten (nach 45 Minuten gibt es eine viertelstündige “Halbzeitpause”) über die Welt im Allgemeinen und Fußball im Besonderen. Zum Teil lustige Anekdoten, vermischt mit traurigen Stationen seines Lebens. Die Bandbreite reicht von verschossenen Elfmetern bis zu Mauerschützenprozessen.

Das Stück feierte seine Premiere bereits vor vier Jahren, es wurden aber auch aktuelle Ereignisse eingearbeitet, sozusagen aktualisiert. Dass das Volksparkstadion jetzt anders heißt, war mit Sicherheit schon 2002 in der Premierenfassung; dass aber die Buchstaben A, O und L während der Weltmeisterschaft nicht das Dach des Stadions zieren dürfen, kann erst jetzt zur Wiederaufnahme des Stücks dazu gekommen sein.

Das Publikum (das Bisschen was da war) war vielleicht nicht hingerissen. Und Fußball ist nun auch so gar nicht meine Welt. Dennoch fühlte ich mich dann am Ende ganz gut unterhalten.

Sonntagsspaziergang

SonntagsspaziergangHeute war ja nochmal Sonne, irgendwo hinter diesen Wolken, und da bin ich dann nochmal schnell durch den Stadtpark gewandelt.

Ist das eigentlich ein neuer Trend, mit den Einrädern? Davon kamen mir heute gleich drei Stück entgegen, unabhängig von einander. Ist das Einrad vielleicht sowas wie das Skateboard des Neuen Jahrtausend?

Dunkel

Es ist jetzt gegen 23 Uhr. Draußen ist es bereits dunkel. Die Luft ist kühl und windstill. Der Himmel ist wolkenlos und sternenklar. Trotz des vielen Lichts, dass eine Großstadt wie Hamburg abstrahlt erhascht man einige Sterne über sich.

Von irgendwo rollt ein Donnern und Getöse heran. Ein Gewitter ist es aber nicht.

Ein seltsamer Duft liegt in der Luft, halb süßlich, halb säuerlich.

So klingt dieser dreizehnte September zweitausendfünf aus.

Nostalgie

Es stehen tatsächlich noch ein paar von den alten Telefonzellen rum.

Die erinnern mich an die Zeiten, als telefonieren noch nicht in Minuten, sondern in Einheiten abgerechnet wurde. Eine Einheit war für ein Ortsgespräch acht Minuten lang und kostete 23 Pf. Für die jüngeren Leser: das sind knapp 12 ct. In den Telefonzellen kostete es 30 Pf, wohl aber nicht nur damit man nicht immer auch 3 Pf. in klein dabei haben musste.

Es gab so kleine Sanduhren, die genau acht Minuten liefen, damit man wusste, wann eine Einheit um war.

Und das Wählen war auch eine Geduldsprobe. Für jede Ziffer musste man die Wählscheibe von der entsprechenden Ziffer aus bis zum Anschlag drehen und dann das Klickern abwarten, je höher die Ziffer, desto länger das Klickern. Hatte man sich verwählt musste man auflegen und noch mal von vorn wählen. Wenn man überhaupt bemerkte, dass man sich verwählt hat. Ohne Display glaubte man meistens richtig gewählt zu haben, bis sich am anderen Ende jemand völlig unbekanntes meldete … für 23 Pf. pro Fehlversuch ;) Warum ist eigentlich nie besetzt, wenn man sich verwählt?

Ferngespräche waren nicht nur furchtbar teuer, die Tonqualität war ab einer bestimmten Entfernung auch noch ziemlich schlecht. Und wenn man dann der Kosten wegen schnell sprach, dann war gar nichts mehr zu verstehen.

Tja, früher war halt doch nicht alles besser :-D

Rucksackterrorist

Als ich mich heute mit meinem Rucksack in die U-Bahn setzte, bemerkte ich den prüfenden Blick eines anderen Fahrgasts. Zunächst wusste ich nicht, was das sollte. Aber dann kam ich auf die Idee, er könne sich Sorgen wegen meines Rucksacks machen.

Ist es denn schon soweit? Ist die Angst in Hamburg angekommen? Und wann geht’s damit los, dass Leute vorsichtshalber den Wagon verlassen, wenn jemand mit einem Rucksack einsteigt?

Naja, malen wir den Teufel nicht an die U-Bahn-Fensterscheibe. Vielleicht hat ihm ja auch nur der Hersteller meines Rucksacks nicht gefallen. Oder, noch viel wahrscheinlicher, sein düsterer Blick hatte überhaupt nichts mit mir zu tun …

Ich habe dann heute morgen mal darauf geachtet, wie viele Leute überhaupt mit einem Rucksack rumlaufen; es waren nicht besonders viele. Aber da ich noch nie darauf geachtet habe, fehlt mir da auch der Vergleichswert. Vielleicht waren es schon immer so wenige.

[Update 2005/08/05 11:30]

Wie es scheint, ist meine Idee, unter falschen Verdacht zu kommen, leider doch nicht so aus der Luft gegriffen:

[-> Paranoia oder Bombenterror in Hamburger S-Bahn]

Regenspaziergang

Ich habe heute für einen Freund Videomaterial von der Kamera auf den Computer überspielt. Und da es langweilig war, dem monotonen Surren der Kamera zu lauschen, bin ich ein wenig im Regen spazieren gewesen. Man kann ja nicht immer nur fernsehen (okay, es lief nix Sehenswertes).

Ich war noch nicht lange unterwegs, da spielte der Zufallsgenerator meines mobilen Musikabspielgerätes das Lied I Can See Clearly Now The Rain Has Gone, und siehe da, kurz darauf war der Regen tatsächlich gegangen … kam dann aber auch gleich wieder.

Im Stadtpark wird interessanten Aktivitäten nachgegangen, wenn es regnet. Ein kleine Gruppe von Leuten spielten Botscha, oder heisst das Boul? Also das Spiel wo man mit großen schweren Kugeln möglichst nah an eine kleine rote Holzkugel kommen muss. Jedenfalls von aussen betrachtet waren das ein paar Regenschirme, unter denen faustgroße Metalkugel hervorgeschossen kamen.

Wenig später kam ich an zwei Leuten vorbei, die mit Holzstücken fechteten und ein dritter stand daneben und überwachte ihre Technik. Ganz so wie ein Jedimeister seine Schüler beim Training beobachtet.

Seltsamerweise waren sie nicht die einzigen, die sich mit Stöcken bekämpften. Diesmal waren es mehrere Teenager mit großen gummierten Stöcken, und einer hatte so eine Art Gummi-Morgenstern. Auch dort wachte ein “Meister” vom Rand aus über das Kampfgeschehen.

Vielen Dank an die deutschen Fernsehprogrammdirektoren, dass sie im Sommerloch nur Mist senden, da wär mir doch was entgangen hätte ich heute vor der Glotze gehangen.

News und mehr mit Wetter und Verkehr

Montagmorgen, acht Uhr dreissig, und die Woche nimmt kein Ende …

Nach sieben kurzen Stunden Schlaf vom plappernden Radio-Morningshow-Pärchen den Träumen entrissen startet wieder eine Woche.